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TEMOpolis in der Presse und im Rundfunk:

04.10.2017 STADTANZEIGER
01.10.2017 Radio-Interview
05.04.2017 STADTANZEIGER
31.03.2017 Badische Zeitung
18.07.2016 Badische Zeitung
02.07.2016 Mittelbadische Presse
01.07.2016 18:40 Lahrer Zeitung
29.06.2016 Offenburger Tageblatt
29.06.2016 11:29 SWR
29.06.2016 STADTANZEIGER
29.06.2016 Badische Zeitung
28.06.2016 16:58 HitRadio OHR
28.06.2016 baden online
05.06.2015 Badische Zeitung

04.10.2017
STADTANZEIGER
Mi, 04. Okt. 2017
Die Wochenzeitung der Ortenau
von: Rembert Graf Kerssenbrock

DER VEREIN FÜR DAS ZUKUNFTSMUSEUM "TEMOPOLIS" ZÜNDET STUFE ZWEI IN OHLSBACH

In drei "Zeittunneln" durch die Geschichte der Technik

Eingestellt von: Rembert Graf Kerssenbrock
aus Offenburg
Ohlsbach (djä).
Technische Errungenschaften werden kaum als Kulturgut wahrgenommen – deshalb braucht die Region ein Technisches Zukunftsmuseum. Davon sind die Projektinitiatoren Frank Leonhardt und Hans-Peter Schemitz seit Jahren überzeugt. Mit rund 30 Mitstreitern verfolgen sie das Ziel, "Temopolis – das Technische Erlebnismuseum Offenburg" einzurichten. Den ersten Schritt im Masterplan ging der Verein 2016 mit einem "Showroom" in derzeit nicht genutzten Gewerberäumen im Offenburger Industriegebiet West. Dort gibt es einen Querschnitt der Kommunikationstechnik wie historische Radios, Funk- und Fototechnik, Grammophone und Computer zu bestaunen.
"So eines hatten wir früher auch einmal", wird mancher Besucher erkennen und sich der rasanten Entwicklung bewusst werden. Nun wird der zweite Schritt in Angriff genommen. Der Ohlsbacher Unternehmer Hans-Peter Möschle, Initiator des Gengenbacher Jugendforschungszentrums und Temopolis-Mitglied, stellt Platz in seiner Industriehalle zur Verfügung. Hier kann der Verein einige seiner Ideen umsetzen. "Wir wollen heute innovative Technik von morgen zeigen, bevor sie museumsreif ist und den Blick zurück nicht vergessen", beschreibt Schemitz das Projekt. Der Verein freut sich über die Chance, zunächst mit einem überschaubaren Risiko dem angestrebten Ziel eines Technikmuseums in Offenburg näherzukommen. "Schauen wir mal, wie sich die Sache entwickelt", so Schemitz.
Geplant ist der Bau von drei "Zeittunneln", die mit historischen Exponaten eingerichtet werden und mit jedem Schritt tiefer in die Vergangenheit führen. Jeder Zeittunnel hat trotz Überschneidungen sein eigenes Thema. So wird ein Tunnel alles rund um die Kommunikation zeigen, vom Funk bis zum Computer. Ein zweiter wird sich der mechanischen Entwicklung widmen. Im dritten Tunnel stehen elektrische Geräte im Vordergrund. Am Eingang betritt der Besucher die Zukunft, die "Cloud". Auf der Wunschliste steht deshalb ein Begrüßungsroboter. Ein Sponsor hat bereits einen kleineren Roboter als Schaustück versprochen. Der hatte auf der Funkausstellung in Berlin für Aufmerksamkeit gesorgt. "Er tanzt sehr gelenkig, bewegt sich nicht so, wie man das von einem Roboter erwartet", weiß Leonhardt. Zukunft und Gegenwart werden sich in zahlreichen Exponaten mischen. Die Hochschule Offenburg steuert einen ihrer "Schluckspechte" als Leihgabe bei. Mit den futuristisch anmutenden Fahrzeugen nehmen Studenten erfolgreich an Wettbewerben teil, bei denen es darum geht, mit einer geringen Menge Treibstoff möglichst weit zu fahren.
Das Konzept des Zukunftsmuseums umfasst auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Es gibt viele innovative Firmen in der Region. Die Region besitzt eine reiche Industriegeschichte und viel Potential. Das soll sich in Ohlsbach widerspiegeln. Interaktivität und Vorträge runden das Angebot ab.
"Wir suchen noch weitere Mitstreiter jeden Alters, die sich beim Aufbau einbringen wollen mit Ideen, Konzepten und praktischer Unterstützung. Und das Museum wird sich dynamisch entwickeln", so Leonhardt. Zunächst will man sich mit Veranstaltungen präsentieren. Mit dem ersten könnte in einigen Monaten die Eröffnung des ungewöhnlichen und innovativen Museums gefeiert werden. Aktuelle Infos gibt es unter www.temopolis.de.
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05.04.2017
STADTANZEIGER
Mi, 05. April 2017
Die Wochenzeitung der Ortenau
von: arts

Museum mit der Technik von morgen und dem Blick zurück

30 begeisterte Frauen und Männer wollen „TEMOpolis" Realität werden lassen

Offenburg (arts). Offenburg braucht ein Technisches Zukunftsmuseum, davon sind die Initiatoren Frank Leonhardt und Hans-Peter Schemitz überzeugt. „Offenburg ist traditionell Technik- und Medienstadt, die im Herzen der ‚Blauen Banane' liegt, wie eine der innovativsten Regionen Europas zwischen England, und Norditalien vom französischen Wirtschaftswissenschaftler Roger Brunet bezeichnet wird, die sich durch besondere Dynamik in Wirtschaft und Kultur auszeichnet", bekräftigt Leonhardt.
Der Journalist und Ortenauer Pionier in der Kommunikationstechnik ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Technisches Erlebnismuseum Offenburg", kurz „TEMOpolis". Sein Vize Hans-Peter Schemitz, ehemals Physiklehrer am Technischen Gymnasium und Abteilungsleiter Elektrotechnik, ergänzt: „Mittlerweile bezeichnen wir uns als Technisches Zukunftsmuseum. Denn wir wollen, eigentlich museumsuntypisch, heute innovative Technik von morgen zeigen, bevor sie museumsreif ist, aber natürlich den Blick zurück nicht vergessen.“ Allerdings ist das Museum in der Projektphase. Die erste Stufe hatte der Verein im vergangenen Jahr gezündet, als man in derzeit nicht genutzten Gewerberäumen im Offenburger Industriegebiet West einen und „Showroom" eingerichtet hatte. Dort zeigen die bislang rund 30 technikbegeisterten Frauen und Männer derzeit einen Querschnitt aus Geräten der Kommunikationstechnik, wie historische Radiogeräte, Funktechnik, Grammophone, IT oder Fototechnik.
Der Startschuss für die zweite Stufe fällt gerade. Der Ohlsbacher Unternehmer Hans-Peter Möschle, Initiator des Gengenbacher Jugendforschungszentrums und Mitglied bei „TEMOpolis", stellt dem Verein für ungefähr zwei Jahre einen Teil seiner Industriehalle in Ohlsbach zur Verfügung. Leonhardt und Schemitz freuen sich über diese Chance, zunächst mit überschaubarem Risiko dem endgültigen Technikmuseum wieder etwas näher zu kommen. Dessen Standort soll Offenburg sein, aber „schauen wir mal, wie die Sache sich entwickelt", gibt sich Schemitz abwartend.
Die Fertigstellung des Ohlsbacher Museumsprojekts ist in der zweiten Jahreshälfte geplant, bis dahin hat das Team viel zu tun: die Halle den Bedürfnissen entsprechend gestalten, die Ausstellung konzeptionieren und mit Exponaten und Animationen bestücken. „Das breite Thema bei der ersten Ausstellung wird wohl die Kommunikation sein. Auch durch die Kooperation mit der Hochschule Offenburg wollen wir Entwicklungen in den Bereichen 3D-Drucker, Roboter, Drohnen oder Fahrzeugtechnik erlebbar machen", kündigt Leonhardt an, der seinerseits viel Historisches aus seiner umfangreichen Elektroniksammlung beitragen kann.
Ein Bereich der Ausstellung des ehemaligen Betreibers eines Offenburger Lokalradiosenders und Unternehmers ist die Rundfunktechnik. Das sind nicht nur Empfangsgeräte von der alten Röhrentechnik bis zum modernen Digitalempfänger, sondern auch Studio- und Sendetechnik.
Man wird einen UKW-Sender ausstellen, der bis in die neunziger Jahre von Lahr aus Programme für die dort stationierten Kanadier ausgestrahlt hat. So hoffen die Museumsleute, die Besucher mit einer Portion Erinnerung und Lokalität auch emotional zu erreichen.
Die Zusammenarbeit mit Hans-Peter Möschle wird dem Verein weitere Tore öffnen, da dieser in Gengenbach das Jugendforschungszentrum „Xenoplex“ initiiert hat. Möschle und die beide TEMO-Vorsitzenden sehen eine ideale Ergänzung. Weitere Kooperationen werden gesucht, natürlich auch Sponsoren, um die Ziele für ein Technisches Museum zu erreichen.
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31.03.2017
Offenburg
Fr, 31. März 2017
Badische Zeitung.
von: Hubert Röderer
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Offenburg
Fr, 31. März 2017
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Hubert Röderer

OFFENBURG

Lust machen auf die MINT-Fächer

Info-Truck der Initiative "Discover Industry" gab 250 Schülern aus der Region Einblick in die Welt der Naturwissenschaft und Technik.

OFFENBURG. Der doppelstöckige Lkw ist unübersehbar. Und außergewöhnlich. Er transportiert seit zwei Jahren die Initiative "Discover Industry" durch ganz Baden-Württemberg. Ziel ist, mit dem imposanten Info-Truck Schüler ab Klasse 7 an Geräten, Maschinen und Robotern schnuppern zu lassen und sie für Elektro- und Metallberufe sowie ein Ingenieursstudium zu begeistern. Vier Tage lang stand der Lkw jetzt auf dem Gelände der Hochschule. Die Initiatoren sind von der Einrichtung voll und ganz überzeugt. Der Truck sei ständig ausgebucht, die Warteliste groß.
Der Truck sieht ziemlich futuristisch aus, der da vor dem MI-Gebäude der Hochschule steht. Das ist angemessen, schließlich geht es im Inneren auch um Zukunft – um die Zukunft von Schülern und Schülerinnen der 7. bis 10. Klassen an Haupt und Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien. Auf 100 Quadratmetern können sie auf große Entdeckungsreise durch die M- und E-Welt gehen, die Welt von Maschinenbau und Elektrotechnik. Sie sollen quasi auf den Geschmack kommen. So wie die Klasse von Zehntklässlern des Schiller-Gymnasiums Offenburg, eine von insgesamt neun, die sich mit einer mehrstündigen Stippvisite einen vielleicht bleibenden Eindruck von einer für sie noch recht unbekannten Berufs- und Studienwelt verschaffen wollten. 250 werden es diesmal in Offenburg gewesen sein, um die sich die Diplom-Physikerin Katinka Ballmann, der Robotik-Ingenieur Dominik Weickgenannt und der promovierte Chemiker Peter Hörtz, alles junge Leute, geduldig kümmerten. Denkbar, dass der eine oder die andere tatsächlich den Weg in die genannten Branchen finden wird. Ballmann ist überzeugt, dass es ihr in den zwei Jahren seit der Gründung der Initiative "bestimmt schon gelungen" sei, junge Menschen für die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu gewinnen. Bis zu 220 Tage im Jahr zieht der Truck durchs Ländle, ist alle zwei Tage in einer anderen Stadt. Offenburg bildete eine Ausnahme: Auch junge Studenten, die an der Hochschule noch in einer Art Schnupperphase ("Start-Ing") sind, konnten an den vier Tagen das Know-how des Lkw nutzen.
Der "Discover Industry"-Truck – Kostenpunkt: 2,5 Millionen Euro – ist ein Projekt der Baden-Württemberg-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg, und von Südwestmetall. "Das Schöne an dem Angebot ist: Du siehst ganz konkret, was du damit anfangen kannst", sagt Stephan Wilcken, Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Freiburg. "Total überbelegt" sei er, das Interesse riesig, "wir könnten drei oder vier solcher Trucks gut gebrauchen." Er eigne sich auch für Lehrerfortbildungen, etwa an Gewerbeschulen. Interessierte Schulen können sich anmelden, die Nutzung ist kostenlos. "Erstbewerber werden bevorzugt", sagt Rudi Beer von der Stiftung.
Im Beisein von Staatssekretär Volker Schebesta ("Der MINT-Bereich ist uns wichtig, wir wollen Fachkräfte gewinnen") teilte Rektor Winfried Lieber mit, dass die Nachfrage nach den Offenburger Hochschulfächern unterschiedlich hoch sei, in Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen deutlich höher als in Elektrotechnik. Dort profitiere man zum Glück auch von Leuten, die nach einer Elektrikerlehre den Mumm haben, sich über den zweiten Bildungsweg für ein Studium zu qualifizieren. Wichtig sei immer, dass angehende Studenten "intrinsisch motiviert" seien: Die Entscheidung für ein Ingenieursstudium müsse "von innen heraus getroffen werden".
Wilcken ist überzeugt, dass es "trotz Industrie 4.0" in der Ingenieursbranche "keine Arbeitslosigkeit" geben werde. Die Unternehmen seien zudem überaus optimistisch ins Jahr 2017 gestartet.
Hier gibt es weitere Informationen

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18.07.2016
Südwest
Mo, 18. Juli 2016
Badische Zeitung.
von: Wolf H. Goldschmitt
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Südwest
Mo, 18. Juli 2016
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Wolf H. Goldschmitt

MANNHEIM

Das Mannheimer Technoseum hat technikbegeisterte Flüchtlinge eingeladen.

Ein Museumsbesuch als Türöffner zu einem fremden Land und seiner Industriegeschichte.

HEIDELBERG/MANNHEIM. Es ist zweifelsohne eine Begegnung der besonderen Art: Flüchtlinge begreifen deutsches Kulturgut. Und das auch im wörtlichen Sinne. Ein Dutzend Frauen und Männer aus Syrien, Afghanistan und Gambia haben im Mannheimer Technoseum beim Buchdruck selbst Hand angelegt und ihre eigene Postkarte gestaltet. Die Idee, die dahinter steckt: Ein Museumsbesuch als Türöffner zu einem fremden Land und seiner Industriegeschichte.
Nach wenigen Minuten weiß auch Julia Campos, die Deutschkurse in den Heidelberger Flüchtlingsunterkünften gibt: die Premiere ist gelungen. "Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, Vertrauen zu schaffen." Mit der kostenlosen Aktion hat sich auch das Technoseum einen neuen Besucherkreis erschlossen. Gut die Hälfte der rund 250 Teilnehmer aus den Deutschklassen zeige bereits Interesse an dieser interkulturellen Methode, ihre neue Heimat und deren Sprache näher kennen zu lernen, glaubt Campos.
Dass es diesmal fast nur Männer sind, die sich angemeldet haben, hat seinen Grund: die meisten sind Automechaniker, Fahrradtechniker oder haben einen ähnlichen Beruf erlernt. Technik zieht also und besonders dann, wenn man alles anfassen darf. Staunend stehen die Gäste vor der alten Bleisatzdruckmaschine, mit der früher Zeitungen hergestellt wurden. Keine Spur weniger interessant finden sie die Herstellung von Mehl und anderen Lebensmitteln. Auch vor der Papiermühle werden die Augen groß.
Federführend bei der Zusammenführung der unterschiedlichen Kulturen ist der Asylarbeitskreis Heidelberg. Er nimmt sich im Auftrag der Stadt der in Heidelberg lebenden Flüchtlingsfamilien an. Sein Engagement umfasst unter anderem Sprachförderung ebenso wie Hausaufgabenbetreuung und Begleitung zu Behörden und Ärzten. Das Projekt "Sprachbrücken", das von der Baden-Württemberg-Stiftung unterstützt wird, entwickelt innovative Konzepte zum Fremdsprachenerwerb. Bei der Führung durch das Technoseum wird nur Deutsch gesprochen und – wie sich rasch zeigt – von allen Teilnehmern der Auftaktveranstaltung gut verstanden.
"Bei uns gibt es in der Dauerausstellung zahlreiche Bereiche, die die eigene Lebenswelt tangieren und Anlass geben, sich über alltägliche Situationen in Deutschland und den Herkunftsländern auszutauschen", erklärt Antje Kaysers, Leiterin der Pädagogik am Technoseum. Ihr Haus und der Asylarbeitskreis wollen mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass der Museumsbesuch nicht nur für Abwechslung im Sprachkursbetrieb in den Unterkünften sorgt, sondern auch Schwellenängste abbaut.
Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Auch dank der zahlreichen Mitmachstationen war das Verstehen naturwissenschaftlich-technischer sowie historischer Zusammenhänge möglich. Die ungewöhnliche Allianz von Museum und Arbeitskreis gilt zunächst für ein Jahr.

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02.07.2016
Offenburger
Stadtgeflüster
Sa, 02. Juli 2016
Mittelbadische Presse
Zeitungen der
Ortenau
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Offenburger Stadtgeflüster

Luft nach oben ist auch noch, was die Pläne für ein Technikmuseum in Offenburg angeht. In dieser Woche haben die Initiatoren des Vereins »Temopolis« mit großer Euphorie das Projekt vorgestellt. Es ist ihnen zu wünschen, dass die Idee auch bei potenziellen Geldgebern gut ankommt, denn sonst könnte es mit dem ambitionierten Vorhaben schwierig werden. Das Aus für ein Kreativwirtschaftszentrum in der Spinnerei hat ja zuletzt gezeigt, dass es ohne das nötige Geld nicht geht – schon gar nicht, wenn so ein Vorhaben nicht von städtischer Seite unterstützt wird.

Wenn Sie uns was flüstern wollen: 0781/504-3531 oder lokales.offenburg@reiff.de

Autor:
Florian Pflüger
01.07.2016
Offenburg
Fr, 01. Juli 2016
Lahrer Zeitung.
von: Florian Laurösch
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Offenburg

Technik soll erlebbar werden

Von Florian Laurösch

Der Verein "Technisches Erlebnismuseum Offenburg" (Temopolis) möchte seinen Traum von einem Museum in der Kreisstadt wahr werden lassen. Nun haben die Initiatoren ihre Pläne vorgestellt.
Offenburg. Die Region Offenburg ist ein Technikstandort, diese Überzeugung hat zu der Gründung des Vereins geführt. Der hat zurzeit einen Showroom im Industriegebiet West zu bieten, möchte aber ein Museum aufbauen. Wann es eingerichtet wird, steht noch nicht fest, auch Details über Standort und Umfang der Ausstellungsfläche sind noch unklar. Das Temopolis sollte aber möglichst in der Innenstadt gelegen sein.
Das Konzept des Museums steht indes bereits fest: "Wir wollen Dinge zeigen, die heute beziehungsweise morgen noch technisch aktuell sind", berichtet Frank Leonardt vom Verein "Technisches Erlebnismuseum Offenburg", der rund 25 Mitglieder hat – alles Technikbegeisterte wie etwa Gründungsmitglied Hans-Peter Schemitz, ehemaliger Abteilungsleiter der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg.
In dem Museum sollen moderne Technologien im Mittelpunkt stehen. Um dies zu realisieren, arbeitet der Verein eng mit Bildungseinrichtungen wie der Hochschule Offenburg zusammen. In die Gestaltung des Museums sollen auch Firmen eingebunden werden, die Produktentwicklungen ausstellen können. "Wir haben in Offenburg viele Unternehmen, denen wir eine Plattform bieten möchten", kündigt Vereinsmitglied Reinhard Braun an.

Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg

Das Museum will sich am elsässischen Kindermuseum "Le Vaisseau" orientieren, soll also ebenfalls Mitmachangebote bieten – allerdings für Erwachsene. Private Sammlungen von Mitgliedern sollen den historischen Teil der Ausstellung ergänzen, wobei der Verein auch hier auf Unterstützung durch Spenden hofft.
Unter dem Motto "Heute Utopie – morgen Wirklichkeit" steht jedoch der Zukunftsaspekt im Mittelpunkt. So sollen neueste Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren oder in der Robotertechnologie zentraler Bestandteil des Museums werden. Hierbei will sich der Verein auch einen kritischen Blick auf technische Entwicklungen nicht nehmen lassen.
Ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg ist der Roboter "Sweaty", dessen Entwicklung vom Verein verfolgt und betreut wird. Dieser Roboter konnte erst nur simple Aufgaben im Sitzen lösen, kann jetzt aber schon selbstständig gehen und soll noch im nächsten Jahr sogar das Laufen lernen. Zuletzt soll er Teil eines ganzen Roboterteams werden, das gegen eine menschliche Fußballmannschaft spielen können soll. Über diese und weitere Entwicklungen soll in den Ausstellungsräumen des Museums informiert werden.
Aber auch Trends im Bereich Alltagsgegenstände sollen in dem künftigen Museum vorgeführt werden, wenn es nach den ehrgeizigen Plänen geht. So sollen im neuen Museum auch 3D-Drucker und ihre Möglichkeiten eine Rolle spielen­ – der Besucher soll erfahren,wohin sich die einzelne Technikbranchen entwickeln. Aktualität ist der höchste Anspruch, den der Verein an seine Exponate stellen wird, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

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29.06.2016
Offenburger
Tageblatt
Mi, 29. Juni 2016


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Autor:
Florian Pflüger
29.06.2016 11:29
SWR 4
Baden-Württemberg
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- Willkommen im Südwesten -

Technik-Museum für Offenburg

29.06.2016 11:29
Offenburg soll ein Technisches Zukunftsmuseum bekommen. Um diese Idee zu verwirklichen, hat sich ein Verein mit inzwischen 25 Mitgliedern gegründet. Und der sucht jetzt nach Sponsoren aus der Wirtschaft und hofft in der Innenstadt ein passendes Gebäude zu finden. Ein Show-Room mit historischen Radios und Kameras soll schon dieses Jahr eingerichtet werden.
Ein Beitrag von Ulf Seefeldt
Stand: 29.6.2016, 11.29 Uhr

Hören Sie hier das Interview mit dem 1. Vorsitzenden Frank Leonhardt zum Thema Audio-Speichermedien und Museumspläne (Showroom)
und einen Beitrag von Hans-Peter Schemitz zum Thema Firmeneinbindung.

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29.06.2016
STADTANZEIGER
Mi, 29. Juni 2016
Die Wochenzeitung der Ortenau
von: rek

Grammophone, alte Radios, 3D-Drucker und Drohnen

Verein sucht Sponsoren für Technikmuseum als Projekt der Zukunft

Offenburg (rek). Die alte Stadthalle als Standort für ein Technikmuseum in Offenburg hat sich zerschlagen. Nun wendet sich der Verein „Technisches Erlebsnismuseum“ an die Öffentlichkeit. Gesucht werden Sponsoren, Räume in der Innenstadt und weitere Unterstützer.
Der bisherige „Showroom“ liegt im Industriegebiet West zwischen Baufachmarkt und Autowaschstation. In den Regalen stehen alte Grammophone, Schallplattenspieler, Satellitenschüsseln, Schreibmaschinen, Fotoapparate, alte Radios als Zeitzeugen der technischen Vergangenheit. Zu den Exponaten gehören aber auch moderne Geräte wie ein – wenn auch ausrangierter – 3D-Drucker als Leihgabe der Hochschule, eine flugfähige Drohne und im Foyer ist ein Tisch für Fußball-Roboter des Klostergymnasiums aufgebaut.
Der Vorstand des Vereins um Frank Leonhardt, Hans-Peter Schemitz, Joachim Schröter und Reinhard Braun sieht das „TEMOpolis“ (Technisches Zukunfts-Museum Offenburg) als kulturelles Highlight: „Wir wollen zukunftsweisende Technologien verknüpfen mit den aktuellen digitalen Welten und verbinden mit den Wurzeln unserer technischen Entwicklung.“
Eine „Plattform für Technologie und Zukunftsvisionen“ solle entstehen, erklärt Reinhard Braun und verweist auf ähnliche Einrichtungen in Deutschland.
Als Standort schwebt dem Verein, zu dem 25 Aktive als „harter Kern“ gehören, ein Gebäude beispielsweise in der nördlichen Innenstadt vor, unweit des geplanten Einkaufsquartiers.
„Wir sind auf Sponsoren angewiesen“, ruft Hans-Peter Schemitz auf, um die veranschlagte siebenstellige Summe aufzubringen. Gespräche mit renommierten Firmen habe es bereits gegeben, die auch Interesse bekundet hätten. So seien, Schemitz weiter, die Ausbildungsabteilungen der Offenburger Betriebe die passenden Partner. Noch habe sich aber keines gefunden, das Vorhaben finanziell zu unterstützen. Die Stadt habe bereits erklärt, selbst keine großen Investitionen tätigen zu wollen, so Leonhardt.
Was sich alles neben wechselnden Ausstellungen in dem innenstadtnahen Gebäude befinden sollte, wissen die Initiatoren bereits: ein Internetcafé, ein Technikshop und ein Veranstaltungsraum für Vorträge. „Wenn Firmen ihre technischen Gegenstände zur Verfügung stellen, werden wir sie in der Ausstellung entsprechend präsentieren“, sieht Schemitz sowohl für das Technikmuseum als auch die Unternehmen Vorteile.
Für die interessierte Öffentlichkeit findet im jetzigen „Showroom“ (In der Jeuch 3 im Industriegebiet West) am 9. Juli ab 15 Uhr eine Infoveranstaltung statt.
Weitere Infos: www.temopolis.de

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29.06.2016
Offenburg
Mi, 29. Juni 2016
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Judith Reinbold
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"Wir denken nicht so klein"

OFFENBURG. "Wir wollen zeigen, was gerade modern ist, aber auch, was morgen modern sein wird", so Frank Leonhardt. Er ist der erste Vorsitzende des Vereins "Temopolis", der es sich zum Ziel gesetzt hat, in Offenburg ein Technisches Zukunftsmuseum aufzubauen. Inhaltlich soll ein Bogen zwischen Vergangenheit und neuester Technik geschlagen werden. Eine erste Informationsveranstaltung für Interessierte findet am 9. Juli, 15 Uhr, In der Jeuch 3 im Industriegebiet West statt.
"Temopolis", so soll das Museum einmal heißen – ursprünglich hatten die Vereinsinitiatoren auch mit dem Namen "Technisches Erlebnismuseum Offenburg" geliebäugelt. Jetzt haben die Vorstandsmitglieder allerdings entschieden: Die Zukunft soll inhaltlich in den Mittelpunkt des Museumskonzepts gestellt werden. "Gleichzeitig wollen wir den Bogen zur Vergangenheit und den Ursprüngen der technischen Entwicklung spannen", sagte Frank Leonhardt am Dienstag. Eine erste Projektbeschreibung ist entwickelt, worauf genau das Museum sich inhaltlich aber spezialisieren will, steht noch nicht fest. "Wir sind offen für alles", sagt Hans-Peter Schemitz, zweiter Vorsitzender.
Auf kurze Sicht solle ein "Show-Room" eingerichtet werden, der in der Innenstadt liegen soll, möglichst nahe am Alltag der Bürger. Langfristig wolle man ein Haus finden, in dem Ausstellung, Technik-Shop, Internet-Café und Vortragsraum vereint werden, erklärt Vorstandsmitglied Reinhard Braun. "Wir planen mit mindestens 1500 Quadratmetern, wir denken nicht so klein", so Schemitz.
Die Vorstandsmitglieder müssen zugeben, dass noch kein konkretes Gebäude gefunden ist und die Finanzierung noch nicht steht. Wie viel Geld insgesamt zusammen kommen müsse, sei demnach noch nicht klar, "wir werden allerdings mit einem siebenstelligen Betrag rechnen müssen", sagt Schemitz. Wo das Geld herkommen soll? "Wir stehen in Kontakt mit Betrieben, die wohlwollend auf unsere Vorschläge reagiert haben – konkret werden konnte allerdings noch niemand", so Leonhardt am Dienstag. Doch Schemitz ist sich sicher, dass die Firmen Interesse zeigen werden, wenn es in die genauere Planung geht: "Wir können eine Win-Win-Situation anbieten: Die Unternehmen geben uns Geld, dafür bieten wir ihnen eine Plattform, um das Unternehmen zu präsentieren." Dafür kämen viele Betriebe in Frage, die mit Technik zu tun haben – von Meiko bis Hansgrohe.
Momentan zählt der Verein "Temopolis" nach eigenen Angaben rund 25 Mitglieder, doch auch hier zeigt sich der Vorstand optimistisch. Leonhardt sagt: "Wir wissen, dass unserem Projekt gegenüber eine positive Grundstimmung in der Bevölkerung herrscht. Wir erwarten ein paar hundert Mitglieder, jetzt, wo wir an die Öffentlichkeit gegangen sind."

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28.06.2016 16:58
HitRadio OHR
Ortenauer Heimat Radio
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VEREIN SUCHT UNTERSTÜTZER FÜR PROJEKT "OFFENBURGER TECHNIKMUSEUM"

28. Jun. 2016 - 16:58
Ein Technikmuseum in Offenburg – das plant der Verein TEMOpolis. Heute haben die Mitglieder ihre Pläne erstmals vorgestellt. Sie suchen jetzt nach Unterstützern. Wo das Technikmuseum entstehen könnte, ist noch unklar. Zur Finanzierung werden wohl Gelder in Millionenhöhe gebraucht. In den Mittelpunkt des Museum soll die Zukunft gestellt werden. Neben historischen Exponaten sind in dem Offenburger Technikmuseum daher auch Roboter oder 3D-Drucker geplant.
Autor: (sst)
Hören Sie hier das Interview mit dem 1. Vorsitzenden Frank Leonhardt

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28.06.2016
bo:
baden online
Mittelbadische Presse
ZEITUNGEN DER ORTENAU
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Der Traum vom "Zukunftsmuseum" soll wahr werden

Initiatoren eines Technikmuseums in Offenburg haben ihre Ideen vorgestellt und rühren nun die Werbetrommel / Info am 9. Juli
Die Mitglieder des Vereins Technisches Erlebniszentrum Offenburg sind am Dienstag mit ihren Plänen an die Öffentlichkeit gegangen. Sie suchen nach Unterstützern, einem Gebäude – und sind zuversichtlich, dass auch die Finanzierung gestemmt werden kann.
Noch beschränkt sich die Sammlung vor allem auf historische Dinge: ein Grammofon, alte Radiogeräte und Sendeanlagen. Was im sogenannten Show-Room von Frank Leonhardt im Industriegebiet Nordwest derzeit zu sehen ist, stammt in erster Linie aus seinem eigenen Fundus. Doch es soll nur einen Vorgeschmack auf das geben, was der einstige Gründer eines Radiosenders und seine Mitstreiter in den kommenden Jahren in Offenburg auf die Beine stellen wollen: Der Traum von einem Technikmuseum soll Wirklichkeit werden.
»Heute ist der Startschuss, um an die Öffentlichkeit zu gehen«, sagte Leonhardt am Dienstagvormittag beim Pressegespräch, als er als Vorsitzender des 25 Mitglieder zählenden Vereins Technisches Erlebnismuseum Offenburg zusammen mit seinem »Vize« Hans-Peter Schemitz und Reinhard Braun das Ansinnen vorstellte. Nun gehe es darum, weitere Unterstützer für das Projekt zu finden. Wo genau das Technikmuseum unterkommen könnte, sei noch genauso offen wie die Frage der Finanzierung – mit Kosten im siebenstelligen Bereich wird gerechnet.

Neueste Technik zeigen

Wichtig ist dem Verein der Blick nach vorn. »Wir wollen die Zukunft in den Mittelpunkt stellen«, betonte Leonhardt. Deshalb soll es neben historischen Exponaten Roboter oder 3-D-Drucker zu sehen geben. Dabei soll unter anderem die Kooperation mit der Hochschule Offenburg helfen. Warum sollten deren Aushängeschilder wie der Rennwagen »Schluckspecht« oder der Fußballroboter »Sweaty« erst in 50 Jahren im Museum stehen, wenn man sie doch heute schon zeigen könne, wie Reinhard Braun anmerkte, der betonte: »Die neueste Technik soll ausgestellt werden.« Zudem sollen die Besucher zum Mitmachen angeregt werden. Auch lokale Erfindergrößen wie Xaver Henco oder Friedrich-August Haselwander könnten hier gewürdigt werden.
Auch Unternehmen sollen mit ins Boot geholt werden. Sie könnten sich an der Finanzierung beteiligen und im Gegenzug Ausstellungsflächen für ihre Entwicklungen bekommen – ganz gleich, um welche Geräte es geht. So seien die Spülmaschinenhersteller Meiko und Hobart »geradezu prädestiniert, da einzusteigen«, sagte Hans-Peter Schemitz.
Die Initiatoren halten Offenburg als Standort für ideal. Die Stadt verfüge über eine innovative Wirtschaft, über Wissen und Kultur, Medien und Kommunikation sowie eine sehr gute Verkehrsanbindung, nicht zuletzt über Tourismus, wie Braun aufzählte. Zudem liege Offenburg genau in der Mitte der »Blauen Banane«, wie der französische Geograf Roger Brunet die besonders bevölkerungsreiche und dynamische gekrümmte Achse zwischen irischer See und Mittelmeer genannt hat. »Was liegt näher, als hier so ein Zukunftsmuseum aufzubauen?«
Was die Größe angeht, zog Schemitz einen Vergleich zum Technikmuseum in Bonn mit 1500 Quadratmetern. »Es muss nicht die kleinste Variante sein«, betonte er. Bei der Frage nach dem Gebäude verwies er auf die nördliche Hauptstraße mit ihren vielen Leerständen, darunter die alte Post.
HINWEIS: Ein erster Infotreff zum Museumsprojekt findet am Samstag, 9. Juli, um 15 Uhr im Show-Room, In der Jeuch 3, statt. Eingeladen sind alle, die sich eine Unterstützung des Projekts, sei es durch Kontakte oder auch finanziell, vorstellen können.

Autor:
Florian Pflüger

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Video mit TEMOpolis-Beitrag.
zuvor
LKW-Unfall
Auto durchbricht Oberkirchner Schaufenster
TEMOpolis: Der Traum vom "Zukunftsmuseum" soll wahr werden

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05.06.2015
Offenburg
Fr, 05. Juni 2015
Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung.
von: Volker Gegg
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Er möchte Temopolis eröffnen

Hans-Peter Schemitz wird heute 70 / Ehemaliger Lehrer will Technisches Erlebnis-Museum gründen

Mit 70 Jahren noch ein Großprojekt geplant: Hans-Peter Schemitz möchte mit seinem Verein Temopolis in Offenburg ein Technikmuseum errichten. Der pensionierte Gewerbeschullehrer feiert am heutigen Freitag seinen 70. Geburtstag.

Der Mensch braucht was, das ihn antreibt. Hans-Peter Schemitz hat ein solches Projekt, das er schon über Jahre hinweg intensiv verfolgt. Selbst einen Verein hat der ehemalige Lehrer und Abteilungsleiter der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg für sein Großprojekt vor rund eineinhalb Jahren schon gegründet. Der Vereinsname Temopolis verrät schon ein wenig, worum es Schemitz mit seinen derzeit 25 Mitstreitern geht. »Der Name steht für ein Technisches Erlebnis-Museum hier in Offenburg«, erklärt Schemitz, der mit seiner Familie am heutigen Freitag seinen 70. Geburtstag feiert.
Der Medien- und Hochschulstandort Offenburg braucht laut Schemitz einfach wie Karlsruhe oder Pforzheim ein Technisches Museum, gerade weil auch in Offenburg innovative Köpfe wirkten. Schemitz denkt hierbei an den Offenburger Ingenieur und Erfinder Haselwander, den Unternehmer Henco oder an die Mediendynastie Burda. »Offenburg hat Schätze, und die sollte man auch zeigen«, so der agile Initiator, der seit seiner Kindheit sich stets mit der Technik beschäftigte. Ein Konzept für das Erlebnis-Museum steht bereits, neben der Vergangenheit soll auch die Zukunft einen Platz darin haben. »Wir wollen etwas Besonderes machen, das die Besucher fasziniert und auch animiert wieder zu kommen«, so die Vision des Pädagogen.
Das Temopolis sollte möglichst in der Innenstadt gelegen sein, bevorzugt in einem historischen Gebäude wie dem alten Schlachthof oder im alten Palmengarten. Die Gespräche mit der Stadt laufen, nun ist der Verein aktiv auf der Suche nach Sponsoren. Jede freie Minute widmet Schemitz seinem Großprojekt, aber auch das Hobby Reisen mit dem eigenen Camper kommt nicht zu kurz. 1945 wurde Hans-Peter Schemitz in Grünkraut geboren. »Ja, bei dem Namen lachten stets auch meine Schüler, aber den Ort im Allgäu nahe Ravensburg gibt’s wirklich«, erklärt Schemitz.

Aus einer Lehrerfamilie

Nicht nur sein Vater war Lehrer, sondern auch seine Mutter und sein Großvater. »Das hat mich immer beeindruckt, dass mein Großvater stets von ehemaligen Schülern besucht wurde. Schlecht muss er also seinen Job damals nicht gemacht haben.« Beruflich bedingt zog es die Familie stets weiter, Mainz, Trier, Baden-Baden waren die Orte, in denen Schemitz aufwuchs. In Baden-Baden machte er sein Abi. Lehrer werden wollte Schemitz als Abiturient eigentlich nicht, stattdessen absolvierte er ein Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe.
Als diplomierter Ingenieur arbeitete er zwei Jahre als Assistent an der Technischen Hochschule. »Dort hatte ich Kontakt mit Studenten, und es hat mich beeindruckt, wie sie mit dem Stoff umgehen und wie hier geforscht wird«, so Schemitz weiter. Dies führte zu seiner Entscheidung Lehrer zu werden. Seine zwei Jahre als Referendar brachten ihn nach Offenburg an die damalige Gewerbeschule. Dort ist er auch geblieben, als Lehrkraft für Elektrotechnik. Nach 14 Jahren wurde er Abteilungsleiter und Hunderte von Schülern hat Schemitz die Geheimnisse der Nachrichtentechnik vermitteln können.

Vielseitig engagiert

Nebenbei engagierte sich Schemitz in der Erwachsenenbildung beim Telekolleg, war aktiv beim Aufbau des Berufskollegs, der Fachrichtung Mechatronik und im IB-Bereich, bis zu seiner Pensionierung vor sechs Jahren mit dabei. Zweimal hat Schemitz geheiratet. Heute lebt er mit seiner zweiten Frau Sybille Herr-Schemitz im eigenen Haus in der Oststadt. Drei Kinder, zwei aus erster Ehe, haben die beiden. »Und dazu kommen noch drei Enkel«, freut sich Schemitz.
Autor:
Volker Gegg

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